Welche Laboruntersuchungen wann? « Dr. med. Götz-Sebastian Delank

Welche Laboruntersuchungen wann?

Grundsätzlich hängt das Ausmaß der Laboruntersuchung von der zugrundeliegenden Fragestellung im Zusammenhang mit der Diagnostik oder Therapieüberwachung ab.

Die nachfolgende Auflistung der häufigsten Untersuchungsparameter soll Ihnen eine Orientierung zur Wertigkeit geben.


Blutbild (rote und weiße Blutkörperchen, ggf. deren Untergruppen, Blutplättchen)

  • v.a. in der Diagnostik entzündlicher Erkrankungen, Blutarmut, Leistungsabfall, Blutkrebs etc.

Blutsenkungsrate und C-reaktives Protein

  • Diagnostik entzündlicher Erkrankungen

Elektrolyte (Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium)

  • Salz- und Kalkhaushalt, Nierenerkrankungen, Therapieüberwachung unter Behandlung mit bestimmten Medikamenten (z.B. Entwässerungsmittel)

Blutzucker (Glucose)

  • Zuckerkrankheit, Behandlung mit Cortisonpräparaten

Blutfettwerte (Cholesterin, HDL-Cholesterin, LDL-Cholesterin, Triglyceride, ggf. Lp(a), Sitosterin)

  • Fettstoffwechselstörungen, Gefäßerkrankungen

Leberwerte (Bilirubin, Gamma-GT, GOT, GPT, AP, LDH)

  • Lebererkrankungen, Therapieüberwachung bei diversen Medikamenten

Eiweiß

  • Aufnahmestörungen (Darm), Produktionsstörungen (Leber) oder Verlust (Niere, Verdauungstrakt), ferner bestimmte entzündliche Erkrankungen, Wasseransammlungen

Nierenwerte (Harnstoff, Kreatinin, Harnsäure)

  • Nierenerkrankungen, Gicht, Therapieüberwachung bei diversen Medikamenten

Creatinkinase (CK)

  • Muskelerkrankungen, Therapieüberwachung bei Cholesterinsenkern

Eisen

  • Störungen im Eisengehalt durch Resorptionsstörungen, Blutverlust, Speicherkrankheiten